„Hurra ich bin ein Schulkind“ – Ist mein Kind schon bereit für die Schule?

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Es gibt mehrere Indikatoren, die auf die Schulreife eines Kindes hinweisen. Neben den sozialen, körperlichen und psychischen Voraussetzungen ist es aber vor allen Dingen das Wollen, das einen ABC-Schützen kennzeichnet: „Ich will in die Schule gehen!“ – nur mit dieser Aussage ist ein erfolgreicher Start überhaupt möglich.

Gesetzliche Vorgaben: Wann greift die Schulpflicht?

Allgemein gilt, dass Kinder, die bis zum 31. Juli das sechste Lebensjahr vollendet haben die Schulbank drücken müssen. Wer bis Ende Dezember Geburtstag feiert gehört zu den sogenannten Kann-Kindern. Diese Schulaspiranten können, müssen aber noch nicht in die Schule. Nun liegt an Mutter und Vater, zu entscheiden. Erzieher und Kinderpfleger können aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung sehr genau beurteilen, wo die Kleinen stehen.

Eltern sollten sich mit dem Kindergarten kurzschließen und die Meinung des geschulten Fachpersonals berücksichtigen. Langweilt sich der Sprössling im Kindergarten, löst er oder sie die Vorschulaufgaben rasch und äußert das Kind den Wunsch nach der Einschulung, steht derselben nichts im Wege. Schüchterne Jungen und Mädchen, die noch gerne spielen und in ihren Leistungen eher durchschnittlich sind sollten lieber ein Jahr warten. Zu frühe Einschulungen haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass Klassen bereits in der Grundschule wiederholt werden mussten.

Video: Sitzenbleiben – Wenn Kinder in der Schule versagen

Fingerfertigkeiten und andere Voraussetzungen

Klar: Ein Kind ist nicht automatisch ein Schulkind nur weil es einen Ranzen trägt. Es wird erst eines! Im Alter von sechs Jahren kann für maximal 10 bis 15 Minuten die Aufmerksamkeit gehalten werden; Pädagogen wissen dies und bauen in den Unterricht immer wieder Pausen oder spielerisches Lernen ein. Dennoch sollte eine gewisse Konzentrationsfähigkeit vorhanden sein. Auch einige körperliche Gegebenheiten werden bei der Einschulung genau beobachtet.

Beispielsweise muss der ABC-Schütze in spe eine Schere korrekt halten und gezielt damit umgehen können. Auch die Handhabe mit dem Bleistift sagt viel über die Schulreife aus. Wer beim Malen den Buntstift noch wie einen Prügel mit der ganzen Hand hält und nicht mit Daumen und Zeigefinger führt, dessen motorische Fähigkeiten sind nicht weit genug entwickelt. Umstritten aber dennoch aussagekräftig ist der Griff über den Kopf an das gegenüberliegende Ohr. Schulkinder müssen ihn beherrschen.

Ehrgeiz, Durchhaltewillen und Selbstvertrauen

Sind sich Eltern nicht ganz sicher ob ihre Tochter, ihr Sohn schon reif genug für die Schule ist, lohnt es sich den Kindern einige Aufgaben zu stellen. Hierbei kann mit den Erziehern intensiv zusammengearbeitet werden. Nimmt das Kind eine altersgerechte Herausforderung überhaupt an? Ist es an einer Lösung interessiert und kann es die Konzentration, die dafür nötig ist halten?

Achtung aufgepasst!
Dass der Proband dabei alles richtig macht, ist allerdings zweitrangig. Viel aussagekräftiger bleibt die Einstellung zur Aufgabe. Glaubt das Kind an seinen Erfolg? Eine positive Herangehensweise und der Wille die Schwierigkeit zu bewältigen sind wesentlich wichtiger, als ein perfektes Endergebnis. Hat das Kind an der Aufgabe Spaß und entwickelt es eine Neugierde darauf, etwas Neues zu erfahren? Wie verhält es sich in Momenten, da es selbst nicht weiter weiß? Kindergartenkinder, die von sich aus darauf kommen einen Erwachsenen um Hilfe zu bitten und selbstsicher nach einer Lösung suchen, sind definitiv bereit für die Schule.

Lernbereitschaft und Wissensdurst als Grundbausteine

Wer endlich lesen, schreiben und rechnen können möchte und dies auch äußert wird viel Freude am Schulalltag haben. Sechsjährige, die noch gerne spielen sind geistig nicht im Hintertreffen. Sie brauchen nur einfach ein bisschen mehr Zeit und wollen noch einige Monate kindsein dürfen.

Lesen sie hierzu auch folgenden Ratgeber: Infos und Tipps für den Schulanfang

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