Dos and Don’ts beim Volksfest-Outfit: Tipps für den Dirndl-Kauf

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Volksfest Umgebung

Oktoberfest wird nicht nur in München gefeiert. Von China bis Australien: Überall auf der Welt tanzen Jung und Alt im angesagten Trachten-Look bei Volksfesten auf und neben den Tischen. Beim Styling für den Dirndl-Look gilt es dabei ein paar Punkte zu beachten.

Dirndl ist nicht gleich Dirndl: Lieblingskleid seit über 100 Jahren

Wer hat`s erfunden? Zwei Brüder aus Bielefeld, Moritz und Julius Wallach. Zumindest haben sie dem Dirndl zum Durchbruch verholfen.

Das in München lebende Brüderpaar gründete 1890 das legendäre Volkskunsthaus und avancierte mit seiner Trachtenmode bald zum königlichen Hoflieferanten.

1910 statteten die Wallachs zum 100. Geburtstag des Oktoberfests den Landestrachtenzug aus – der Siegeszug des Dirndls unter den Damen der feinen Gesellschaft begann.

Doch Dirndl ist nicht gleich Dirndl. Es gibt hochwertige Modelle, liebevoll geschneidert wie vor 100 Jahren, ausgefallene Dirndl vom Designer und Schnäppchen beim Online-Discounter.

Sie unterscheiden sich in der Qualität des Materials, der Verarbeitung und im Preis – dieser kann durchaus bei mehreren hundert Euro liegen. Egal, welches Modell es wird: Ohne das richtige Styling wirkt ein Dirndl wie eine Verkleidung.

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Weniger ist mehr, nicht zu kurz und lieber eng als weit

Das perfekte Volksfest-Styling beginnt mit dieser Faustregel: Weniger ist mehr, nicht zu kurz und lieber eng als weit. Das Mieder sollte sich eng an den Körper schmiegen, ohne Falten zu werfen.

Mit einem knielangen Kleid ist man gut beraten. In jedem Fall darf die Schürze nicht länger sein als der Rock. Vorsicht ist bei der Farb-, Material- und Musterauswahl angebracht.

Hier bitte alles aufeinander abstimmen und bei preisgünstigen Modellen auf einen nicht zu stark glänzenden Stoff achten (das wirkt kitschig).

Wenn sich dann auch noch die Frisur sowie die Accessoires (zum Beispiel Tasche und Schmuck) stimmig in das Gesamtbild einfügen, steht dem großen Auftritt auf dem Volksfest nichts im Weg.

Was die Schuhe betrifft: Stilettos und High Heels sind keine optimalen Trachtenschuhe für Frauen. Zum Feiern sind flache Schuhe wie Ballerinas, Pumps mit breitem Absatz oder coole Trachten-Sneakers die bessere Option.

Ein Dirndl wird immer mit Bluse und Schürze getragen. Auch wenn der Trend Schule gemacht hat: Ein Dirndl ist erst mit der passenden Bluse komplett – und nackte Schultern sind ein No-Go.

Gleiches gilt, wenn Frauen eine Trachten-Lederhose tragen. Niemals ohne Bluse, egal ob mit langen oder kurzen Ärmeln, schlicht in Weiß oder kariert.

Ebenso wichtig ist das richtige Binden der Schürze. Wer vergeben ist, trägt die Schleife rechts. Wer flirten möchte, links.

Checkliste für den perfekten Dirndl-Look

  1. auf eine gute Passform achten
  2. kein wilder Farb-, Material- und Mustermix
  3. ein Dirndl niemals ohne Bluse tragen
  4. die Schürze richtig binden
  5. passende und bequeme Schuhe wählen
  6. Accessoires, Frisur und Make-Up auf den Look abstimmen
  7. kein zu kurzes Dirndl wählen

Achtung aufgepasst!

Moderner Stilbruch mit Jeans und Leder: Passt scho!

Trachtenmode ist nicht nur in Süddeutschland beliebt. Längst haben Dirndl und Co auch die Herzen von Nord-, West- und Ostdeutschen erobert. Heute tragen nur noch wenige eine Tracht, weil sie Ausdruck ist für Tradition, Heimatliebe und regionale Verwurzelung. Die Tracht ist in Mode gekommen, bei Männern und Frauen. Und mit Tracht wird experimentiert. So werden Dirndl mit modernen Lederjacken, Jeans, Boots oder Chucks kombiniert. Designer nähen Dirndl aus Leder oder anderen ausgefallenen Materialien. Alles ist erlaubt – solange es zueinander passt und der Trägerin schmeichelt.

Titelbild: © iStock – kzenon

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