London Fashion Week: Das waren die Highlights

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Fashion Week ModelsSchrill, bunt, lässig. Auch in diesem Jahr sorgte die London Fashion Week wieder für zahlreiche Überraschungen und zog viele Prominente an. Zeit ein Fazit zu ziehen!

Wenn Retro wieder en vogue ist

Schon am ersten Tag der Fashion Week sollte sich zeigen, dass viele Designer wieder auf Retro setzen. Retro ist chic. Die farbenfrohen Entwürfe des türkischen Modedesigners Bora Aksu sind eine Hommage an die Mode der 20er Jahre. Bereits vor der Veranstaltung konnte man anhand der Instagram Teaser erkennen, dass Aksu Themen wie Sommer und Leichtigkeit in den Vordergrund stellen würde. Als die Modelle dann über den Catwalk liefen, strahlten sie in den feurig-orangenen, zitronengelben und samtroten Kleidern pure Eleganz und lebensbejahenden Optimismus aus. Brokat, Spitze und seidener Tüll fügten sich zu einem femininen Schnitt, der mit seinen hellen Farben wunderbar den Sommer verkörperte.

Achtung aufgepasst!
Fast wie ein Gegenprogramm wirkten dagegen die Entwürfe des südkoreanischen Designers Eudon Choi, der eher auf kühle Pastellfarben setzte, die an den beginnenden Frühling erinnern. Die lose drapierten Kleider weckten bei manchem Anwesenden Erinnerungen an viktorianische Motive, wie man sie beispielsweise auf den Gemälden von John Anster vorfindet. Dies spiegelte sich insbesondere in der Farbwahl wieder, die von hellem Nachtblau bis hin zu klassischen Frühlingsfarben wie Weiß oder Rosa reichte.

Viele Prominente im Publikum

Zu den Prominenten, die auf keiner Modewoche fehlen dürfen, zählten auch diesmal Cara Delevingne, Kate Moss und Selena Gomez. Aber auch bekannte Schauspieler wie Benedict Cumberbatch und Sienna Miller fanden sich ein, um der Herbstvariante der Londoner Fashion Week beizuwohnen. Vivienne Westwood ging einmal mehr in der Rolle des Enfant terrible der internationalen Modeszene auf. Kurz vor der anberaumten Präsentation stürmten ihre Modelle den Catwalk und hielten Protestschilder in die Luft, auf denen gegen Klimaerwärmung und gegen Sparpolitik demonstriert wurde. Die anschließende Kollektion war zwar nicht revolutionär, sollte aber dennoch im Gedächtnis der Anwesenden bleiben.

London Fashion Week 2015

Auf geometrische und kaleidoskopartige Muster setzte Anya Hindmarch bei ihrer Kollektion und setzte sich so etwas von den Entwürfen des Frühjahrs ab, die noch von Motiven des Straßenverkehrs dominiert waren. Die Halsreife, die die Modelle von Christopher Kane trugen, erinnerten wiederum an Plastikringe, die man an englischen Mülltüten findet und lösten wie beabsichtigt eine kleine Kontroverse aus. Mit dem so genannten Hair Choker soll langes Haar auf kreative Weise gezähmt werden.

Eine unerwartete Rückkehr auf der Fashion Week

Nach sieben Jahren Abwesenheit kehrte zur Februar-Variante der Londoner Fashion Week der britische Designer Gareth Pugh zurück. Es verwunderte daher weniger, dass er nun auch seine Sommer-Entwürfe dem interessierten Publikum vorstellte. Erstaunlicher war dagegen die unerwartete Rückkehr von Zandra Rhodes, die zu ihrem 75. Geburtstag nach fast zehn Jahren Abwesenheit wieder zum ersten Mal ihre Entwürfe auf der Londoner Fashion Week präsentierte. Einmal mehr setzte sie auf lebendige, dynamische und farbenfrohe Entwürfe, in denen vor allem die Farben Pink und Dunkelblau hervorstachen, die schon seit den 60er Jahren zu ihrem Markenkern gehören.

Burberry stellte wiederum erneut eine digitale Revolution vor. Konnten Modebegeisterte schon zuvor die Kleider direkt im Onlinegeschäft kaufen, die auf dem Catwalk vorgestellt wurden, so durfte man diesmal der Modemesse über Snapchat beiwohnen. Strategisch platzierte Kameras zeigten die Modemesse aus allen erdenklichen Winkeln. Im derzeit angesagten Restaurant Thomas, das zur Modekette gehört, traf sich allerlei Prominenz, die angeregt die Sommer-Entwürfe diskutierte.

Fazit

Erneut standen bei der Herbst-Variante der Londoner Fashion Week wieder farbenfrohe Entwürfe im Vordergrund. Trotzdem gab es auch kühle, geradezu minimalistische Kollektionen. Allen gemein war allerdings, dass Retro noch immer im Trend liegt.

 

Titelbild: © istock.com – samaro

Hinterlassen Sie ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*