Was Ihre Gesprächspartner bei Telefonkonferenzen wirklich treiben

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TelefonkonferenzMal ehrlich: Was haben Sie während Ihrer letzten Telefonkonferenz getan? Aufmerksam zugehört und sich regelmäßig an der Diskussion beteiligt? Oder haben Sie eine E-Mail geschrieben, online geshoppt oder sogar schnell mal das stille Örtchen aufgesucht? Dann sind Sie nicht der Einzige! Einer neuen US-Untersuchung zufolge beschäftigt sich inzwischen die Mehrheit von Telefonkonferenzteilnehmern mit ganz anderen Dingen.

Kochen, E-Mails schreiben und mal schnell verschwinden

Intercall, der weltgrößte Anbieter für Konferenzschaltungen, hat kürzlich eine Untersuchung veröffentlicht, in der der Frage nachgegangen wurde, was Teilnehmer von Telefonkonferenzen nebenbei so treiben. Die Antworten sind teilweise erstaunlich – und manchmal auch etwas unappetitlich: 47 Prozent der Befragten haben nämlich schon einmal während einer Konferenz die Toilette aufgesucht.

Das bedeutet immerhin Platz 4 in der Rangliste der Ablenkungen. Davor liegen nur noch die Antworten „Essen zubereiten/einnehmen“ (55 Prozent), „E-Mail schreiben“ (63 Prozent) und „Andere Arbeit erledigen“ (65 Prozent).

Video: Ein Konferenzgespräch im wahren Leben

Mehr Mobiltelefone, weniger Konzentration

Der Grund für die zunehmenden anderweitigen Beschäftigungen liegt in der wachsenden Verbreitung von Mobiltelefonen: Von 2011 bis 2013 ist die Zahl derjenigen, die sich per Handy in eine Konferenzschaltung einwählen, von 19,4 auf 21,2 Prozent gestiegen. Und natürlich lässt sich mit einem Smartphone eher mal schnell etwas anderes erledigen als mit einem der immer noch weitverbreiteten schnurgebundenen Bürotelefone.

Andererseits hat der technische Fortschritt unser Kommunikationsverhalten entscheidend geändert: Wer während einer Telko noch ein paar E-Mails nebenbei beantwortet, muss nicht unbedingt gelangweilt sein. Er fühlt sich stattdessen geradezu verpflichtet, auf eine Mail möglichst sofort zu antworten. Rob Bellmar, Vice President of Conferencing and Collaboration bei Intercall, führt zudem an, dass es zu viele Meetings gäbe: „Das führt dazu, dass Menschen Aktivität mit Produktivität verwechseln.“

Achtung aufgepasst!

Tipps für Telkos

Ein paar Tipps können dazu beitragen, die Aufmerksamkeit der Beteiligten zu erhalten – auf der Seite des Anbieters Talkyoo finden sich diesbezüglich ein paar nützliche Anregungen: So sollten sich alle Teilnehmer zum (pünktlichen!) Beginn der Konferenz kurz vorstellen, das schafft Nähe und bricht das Eis. Zudem sollte ein Moderator den Dialog lenken, damit sich alle nicht ständig ins Wort fallen. Weitere Tipps: deutlich sprechen, Hintergrundgeräusche vermeiden und am Ende ein Fazit ziehen.

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Titelbild: © Picture-Factory – fotolia.com

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