Telefon-Evolution: Telefonzellen vom Aussterben bedroht

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Telefonzelle in England

Viele Jahre lang waren die prägnanten und gut sichtbaren gelben Telefonzellen aus dem Stadtbild in Deutschland nicht weg zu denken. Doch mit der stärkeren Verbreitung von Handys und Smartphones sind diese Telefonzellen nun vom Aussterben betroffen. Die Anzahl schrumpft von Jahr zu Jahr deutlich.

Die Telefonzelle – Ruhiger Ort für private Gespräche

Als die ersten Zellen geschaffen wurden, stand vor allem die Privatsphäre stark im Vordergrund. So war eine Telefonzelle immer so konzipiert, dass sie dem Benutzer ein Höchstmaß an Privatsphäre garantieren sollte. Gespräche konnten im Inneren relativ sicher und unbelauscht geführt werden, ohne dass die Gesprächsinhalte allen anderen Menschen rings herum bekannt werden würden. Doch seit die Handys und Smartphones überhand genommen haben und jeder in beinahe jeder Situation vollkommen schmerzfrei auch intimste Details in den Äther plaudert, scheint dieses Konzept überholt.

Achtung aufgepasst!

Gelbe Telefonzellen werden ersetzt

Aus diesem Grund werden auch die gelben und schalldichten Telefonzellen immer häufiger durch die offenen Telefonhäuschen ersetzt, welche in Unterhalt und Pflege deutlich kostengünstiger und effizienter sind.

Nicht nur die Art, sondern auch die Menge der Telefongelegenheiten verringert sich

Doch nicht nur die Art der Telefonmöglichkeiten verändert sich durch die immer stärkere Verbreitung mobiler Kommunikationsgeräte. Auch die Anzahl der Telefonzellen bietet einen erschreckenden Schwund. Während zu Hochzeiten der Bestand gute 150.000 Zellen in ganz Deutschland umfasste, liegen die aktuellen Zahlen bereits spürbar unter der 50.000er Grenze. Dies liegt vor allem daran, dass die wenigsten Zellen noch gewinnbringend genutzt werden können. Zwar ist der Abbau einer Telefonzelle in der Regel nicht so einfach möglich, doch in Abstimmung mit den jeweiligen Stadtverwaltungen werden immer mehr unrentable und vor allem wirtschaftlich nicht sinnvolle Standorte eingespart.

Das bedeutet zwar auch, dass man ohne Mobilgerät oftmals länger suchen muss, bis man eine Telefonzelle findet, doch aus wirtschaftlichem Interesse kann man diese Entwicklung verstehen. Allerdings gibt es immer noch Orte, an denen sich die öffentlichen Telefone nicht verdrängen lassen und an denen diese Bestand haben werden.

Ein sicherer Standort für öffentliche Telefone

Auch wenn im innerstädtischen Bereich immer mehr Telefongelegenheiten verschwinden, so finden sich dennoch Orte, an denen zum einen die wirtschaftliche Situation deutlich positiver ist und man auch aus Verantwortungsgefühl diese Telefongelegenheiten nicht abbauen kann und möchte. Die Rede ist hier natürlich von Flughäfen und Bahnhöfen. An diesen Drehscheiben des internationalen Reiseverkehrs bieten die öffentlichen Telefone für viele Menschen die kostengünstigste und unkomplizierteste Möglichkeit um schnelle Telefongespräche führen zu können.

Da die modernen Geräte nicht mehr mit Geldstücken, sondern mit Telefon- oder Kreditkarten betrieben werden, ist hier auch ein internationaler Gebrauch in der Regel kein Problem. Denn während man in der Übergangszeit noch immer eine entsprechende Telefonkarte zur Hand haben musste, ermöglichen die modernen Automaten bereits das Telefonieren direkt über die eigene Kreditkarte. Leichter lässt sich ein öffentliches Telefonat ohne Smartphone oder Handy nicht gestalten.

Die uns allen bekannte, gelbe Telefonzelle mag zwar nur noch im Museum zu bewundern sein, aber mit einem Bestand von gut 48.000 öffentlichen Telefongeräten ist eine breite und ausreichende Abdeckung in den Städten immer noch gegeben. Zwar hat das Handy, bzw. das Smartphone die klassische Telefonzelle verdrängt, doch für die noch vorhandenen Zellen stellt dies kaum noch eine Gefahr da. Der Bestand ist soweit abgebaut, dass er kaum noch ohne Einbußen minimalisiert werden kann.

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