Google Sprachtools: Nützlicher Helfer für Jedermann

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Mann liegt auf dem Sofa und googelt etwas

Translate heißt der kostenlose Online-Übersetzungsservice von Google. Dieses Sprachtool übersetzt in wenigen Sekunden Texte und Webseiten. Insgesamt werden mehr als 90 Sprachen unterstützt.

Schnelle Übersetzungen per Mausklick

Seit Oktober 2006 bietet Google mit Translate kostenlos einen weltweiten Übersetzungsservice an. Zunächst wurde bei Online-Übersetzungen die Software-Engine Systran verwendet, seit 2007 kommt eine Google-eigene Technik zur Anwendung. Auf dem Desktop finden alle Übersetzungen im Browserfenster statt.

Für alle unterstützen Sprachen kann der Service auch einfach als Wörterbuch verwendet werden.

Bei vielen Sprachen kann Google den Text in der Originalsprache vorlesen.

Zur Übersetzung können die fremdsprachigen Texte zunächst in die Zwischenablage kopiert und in das Übersetzungsfenster eingefügt werden. Vollständige Webseiten werden übersetzt, indem die Web-Adresse diese Seite in das Übersetzungsfenster eingefügt.

Um ein gespeichertes Textdokument zu übersetzen ist ein Klick auf den entsprechenden Link und die Eingabe des Pfades erforderlich. Übersetzt werden gespeicherte Texte in den Formaten MS Word, OpenOffice, RTF-, HTML- und Textdateien sowie Wikipedia-Artikel.

Video: Wie funktioniert eigentlich Google Übersetzer

Auch bei großen Dateien dauert die Übersetzung nur wenige Sekunden. Beim Überfahren eines Textabschnittes mit der Maus erscheint der Originaltext in einem kleinen Fenster. Normalerweise erkennt Google die Sprache automatisch. Falls jedoch die Übersetzung nicht gleich startet, lässt sich die Ausgangssprache per Button oder Auswahlmenü bestimmen.

Übersetzt wird nicht nur ins Deutsche, auf Wunsch übersetzt Translate auch englische Texte in die französische oder eine andere Sprache.
Laut Google wird der Übersetzungsservice weltweit jeden Tag von mehr als 200 Millionen Menschen benutzt.

Browser-Integration und mobile Apps

Im Browser Chrome ist Google Translate bereits vorinstalliert. Um den Dienst zu aktivieren reicht ein Klick auf „Einstellungen“. In einem separaten Fenster lassen sich die gewünschten Sprachen festlegen. Um eine Übersetzung zu starten, reicht auch ein Mausklick mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Webseite und die Auswahl der Option „Übersetzen in Deutsch“ aus dem Kontextmenü.

Google auf dem iPhone

Für die Browser Firefox und Internet Explorer gibt es Google Translate als Toolbar-Erweiterung. Android- und iOS-Geräte können seit dem Jahre 2010 jeweils auf eine App zurückgreifen, welche die Übersetzungsfunktionen auf mobilen Geräten bereitstellen.

Android-Geräte können außerdem mithilfe der Kamera Texte fotografieren, die Google mittels eines OCR-Programms (Optical Character Recognition) das Bild in Text umwandelt.

Eine Bedienung per Spracheingabe ist ebenfalls möglich. Übersetzungen können zurzeit in 23 verschiedenen Sprachen vorgelesen werden.

Diese Sprachtools von Google gibt es

Der Anbieter stellt seinen Nutzern verschiedene Tools zur Verfügung, die beim Verstehen eines Seiteninhaltes helfen sollen. Zum einen gibt es den Google-Übersetzen. Fast jeder Nutzer kennt das Programm. Zuerst wird die Ausgangssprache per Mausklick ausgewählt, anschließend wird der gewünschte Text in das freie Feld eingetragen. Mit einem Klick auf „übersetzen“ bekommt der Anwender eine mehr oder weniger genaue Übertragung des Textes.

Für einzelne Wörter stehen Listen bereit, in denen mehrere Bedeutungen zu finden sind. So besteht die Möglichkeit, sich die passende Übersetzung herauszusuchen und einen Text sinngemäß zu übersetzen. Ein anderes Tool ermöglicht die Textübersetzung direkt auf der Internetseite. Im Seitenkopf ist die Funktion integriert, erkennbar an der Kurzbeschreibung „Diese Seite übersetzen“.

Nach Auswahl der gewünschten Zielsprache erfolgt die Übertragung. Für beide Anwendungen gilt: Nicht immer ist die Übersetzung genau. Manchmal werden einzelne Wörter so übersetzt, dass ein Satz keinen Sinn ergibt. Abhilfe bekommen Nutzer, indem Sie das Wort im Google-Übersetzer einfügen und die Bedeutung separat herausfinden.

Kostenlose Nutzung in unbeschränkter Höhe

Ein professioneller Dolmetscher kostet viel Geld. Auch die im Fachhandel erhältlichen Sprachtools können oft nur durch die Investition hoher finanzieller Mittel erworben werden. Die Google Tools werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dabei ist die Nutzung in unbegrenztem Umfang möglich. Sieben Tage pro Woche und 24 Stunden am Tag stehen die virtuellen Werkzeuge zur Verfügung – Feiertage und Wochenenden sind für den Gebrauch unbedeutend. Des Weiteren spielt es keine Rolle, in welchem Umfang ein Internetnutzer die Tools für sich in Anspruch nimmt. Endlos viele Texte und Wörter können mit den beiden genannten Sprachtools übersetzt werden.

Die Qualität der Übersetzungen

Automatische Übersetzungs-Tools haben ihre Grenzen. Noch vor ein paar Jahren produzierten Übersetzungen mit Google Translate eher amüsante Ergebnisse als gut übersetzte Texte. Das lag größtenteils daran, dass die Entwicklung der Software noch nicht ausgereift war.

Das ist sie auch heute noch nicht, die Entwicklung ist noch in vollem Gange. Trotzdem lässt sich im Vergleich zu früher bei den Übersetzungen eine größere Präzision feststellen. Manche Sprachen werden besser übersetzt als andere. Kürzere Sätze sind längeren vorzuziehen.

Laptop auf einem Stapel mit Büchern

Am besten funktioniert Google Translate, wenn Englisch die Quell- oder Zielsprache einer Übersetzung ist. Analysen zeigen, dass auch französische und italienische Texte relativ gut übersetzt werden.

Texte mit einem anderen Alphabet wie zum Beispiel in griechischer, arabischer, russischer oder chinesischer Schrift müssen gleichzeitig auf das lateinische Alphabet übertragen werden. Bei der Sprachausgabe (Text-to-Speech) hängt der verwendete Akzent von der Region des Benutzers ab.

Achtung aufgepasst!
Während in Europa ein Text in britischem Englisch vorgelesen wird, bekommen Benutzer in Asien und dem Pazifikraum eher amerikanischen Akzent zu hören. Die Übersetzungen von Google Translate basieren weniger auf grammatikalischen Regeln als auf statistischen Analysen. Das heißt, einem Wort wird eine Übersetzung zugeordnet, die sich anhand einer Statistik als wahrscheinlich erwiesen hat. Die Google Sprachtools können nicht alle Sprachen direkt übersetzen.

Stattdessen wird ein Text aus einer exotischen Sprache oft erst ins Englische und dann in die Zielsprache konvertiert. Klar, dass sich hier Übersetzungsfehler einschleichen.

Praktische Hilfe bei der Übersetzung fremder Texte

Der Translate-Service ist eine maschinelle Übersetzung, ohne Intervention eines menschlichen Übersetzers. Eine lupenreine Übersetzung sollte man hier nicht erwarten.

Obwohl der Service kostenlos ist, braucht Google Translate den Vergleich mit kommerziellen Übersetzungsprogrammen nicht zu scheuen.

Die Google Sprachtools sind für alle interessant, die viel mit fremdsprachigen Texten arbeiten. Auch im Urlaub ist Google Translate sehr nützlich. Auf dem Smartphone lassen sich mit diesem Werkzeug zum Beispiel Touristeninformationen und andere Texte aus vielen fremden Sprachen übersetzen.

Hier weiterlesen: Was hat es mit den Kinderprofilen von Google auf sich?

Bildquellen:
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