TV-Serie Pan Am – hoch hinaus oder Absturz?

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Stewardessen in blau mit Rollkoffer

Stewardessen in blau

Für die Treuesten der Treuen war es sicher ein Schock, für Branchenkenner dagegen keine wirkliche Überraschung: Nach nur einem Jahr setzte der amerikanische Sender ABC die Stewardessen-Serie PanAm wegen rapide sinkender Einschaltzahlen kurzentschlossen ab. Spannung und Erotik über den Wolken und in aller Herren Länder reichten nicht aus, um ein breites Publikum zum Einschalten zu bewegen. Quoten im Sturzflug statt über den Wolken.

Es war einmal…

Glamour Soap, Comedy oder Sex & Crime? Spitzfindig könnte man die Serie um die lebenslustigen Stewardessen auch als Mini-Historiendrama bezeichnen. Schließlich spielte sie zu Beginn des Jet Set-Zeitalters mitten im kalten Krieg. Da waren Männer noch richtige Männer, der Begriff der sexuellen Belästigung war vermutlich noch nicht einmal erfunden und ein Rauchverbot galt allenfalls in Kirchen und Operationssälen. Gut und Böse waren klar zu unterscheiden und der Feind kam aus dem Osten. Der Mix aus coolen Typen, kalten Drinks und kontaktfreudigen Stewardessen garniert mit allerhand Agentenstories sollten nicht nur Schenkelklopfer, sondern auch den Erfolg der Serie garantieren.

Stars und Sternchen

Im Mittelpunkt der Serie stand die Flugbegleiterin Maggie, gespielt von Christina Ricci, die bei Tage professionell und eher distanziert ihren Job macht, um dann in den Nächten ihr eigenes, wildes und rebellisches Leben zu führen. Da wollen die Kolleginnen Laura, Kate und Colette nicht zurückstehen und stürzen sich ebenfalls ins wilde Leben. Flugkapitän und Copilot sind jung und gutaussehend und – na logisch – der Frauenwelt zugetan und für jedes Abenteuer zu haben. Eigentlich perfekte Startbedingungen. Warum floppte die Serie dennoch?

Andere Zeiten, andere Sitten

Als sicher kann gelten: Die Schuld der Darsteller war es nicht. Die Besetzung war durchweg gut, die Rollen den Schauspielern auf den Leib geschrieben. Auch der fachlich-sachliche Hintergrund stimmte: Die Idee zur Serie stammt von der Produzentin Nancy Hult Gans, die früher selbst als Stewardess gearbeitet hat. Leider hatte sie die Idee um einiges zu spät. Ähnliche Serien gab es bereits in den siebziger Jahren, und das gleich in mehrfacher Ausfertigung. Sie hießen „Jason King“, „Ihr Auftrag Al Mundy“, „Die Zwei“ oder „Solo für ONCLE“. Sogar zu den Original-„Flintstones“ verirrte sich einst bereits ein russischer Agent. Da wäre doch sicher auch noch Platz für ein paar hübsche Stewardessen gewesen. Lang, lang ist’s her – genauso wie die glanzvollen Zeiten des Jet-Sets. Für nostalgische Fans bleibt ein Trost: Sie können sich ein T-Shirt mit dem Pan-Am Logo kaufen.

Bildquelle: © Gerhard Seybert – Fotolia.com

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