Tarantino meets Manson – Neuer Film von Quentin Tarantino thematisiert die Manson-Morde

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Filmrolle mit Popcorn

Wenn ein neuer Film von Quentin Tarantino in die Kinos kommt, hoffen seine Anhänger auf Gewalt und Filmzitate. Doch mit seinem nächsten Werk dringt er in ganz neue Bereiche vor: Thema des Films soll dieses Mal Sektenführer Charles Manson sein.

Neuer Film von Quentin Tarantino – Charles Manson im Fokus

Charles Manson und die sogenannte Manson Family waren in den 60er Jahren in Kalifornien aktiv und der Personenkult um Manson mordete bestialisch, skrupellos und im Lichte der Öffentlichkeit. Zu den Opfern zählte nämlich auch die Schauspielerin Sharon Tate. Tate war zum Zeitpunkt ihres Mordes nicht nur hochschwanger, sondern auch mit Regisseur Roman Polanski verheiratet.

Begangen wurden die ersten fünf Morde in der Nacht vom 8. auf den 9. August 1969, unter den Opfern war auch Tate. Ein Doppelmord an einem Tankstellenbesitzer und seiner Frau folgte am nächsten Tag – doch auch wenn diese Morde öffentlich belichtet wurden, waren Manson und seine Anhänger bereits in den frühen 60ern für mehrere Morde und Gewalttaten verantwortlich.

Manson und vier weitere Kultmitglieder wurden zu lebenslanger Haft verurteilt.

Wohl auch wegen ihres prominenten Opfers und der tabubrechenden Brutalität sind die Manson-Morde nach wie vor so gut im kulturellen Gedächtnis verankert. Mit den Morden endete zugleich auch das Zeitalter der freien Liebe und der Hippies – ein perfektes Thema für Quentin Tarantino („Django Unchained„). Nun aber steht Tarantino vor der Aufgabe, die wahre Geschichte eines Kult-Mörders in seinen poetischen Realismus zu übersetzen.

Video: Amerikas Albtraum – Die gefährlichsten Serienkiller der USA – Charles Manson

Tarantino betritt neue Pfade

Ein neuer Film von Quentin Tarantino ist immer etwas ganz Besonderes für Cineasten, doch mit der Manson-Geschichte verfilmt Tarantino erstmals eine wahre Begebenheit. Neben der Regie hat Tarantino auch, wie bei seinen vorigen Projekten, das Drehbuch geschrieben. Auf der Suche nach dem passenden Studio möchte Tarantino aber mit versammeltem Cast in die Verhandlungen gehen. Allerdings muss Quentin Tarantino dieses Mal mehr bieten als nur stilisierte Gewalt und Zitate aus der gesammelten Filmgeschichte. Denn sein letzter Film „The Hateful 8“ war nicht gerade ein Kassenschlager.

Da kommt ein auf einer wahren Story basierender Film gerade recht, zumal in den USA die Faszination an Sektenführer Manson in den letzten Jahren wieder gestiegen ist. Und sicherlich wird Tarantino der wahren Geschichte etwas mehr Skurrilität beimischen – ähnlich wie er den Zweiten Weltkrieg als Setting für „Inglorious Basterds“ nutzte.
Dass die Paarung zwischen Manson und Tarantino wie eine himmlische Paarung klingt, kommt wohl nicht von ungefähr. Auf der einen Seite der Kultmörder und sein Kult, auf der anderen Seite der Kultregisseur und seine getreuen Anhänger. Dass Manson ein gescheiterter Rockmusiker war, dürfte wohl auch Tarantinos Gespür für den Soundtrack beflügeln.

Achtung aufgepasst!

Das sind die Fakten – so viel wissen wir bereits zum neuen Tarantino

  • Das Drehbuch (ebenfalls von Tarantino) ist bereits fertig
  • Produziert wird der Film von Harvey und Bob Weinstein, das Studio wird noch gesucht
  • Brad Pitt, Jennifer Lawrence und Margot Robbie sollen als Schauspieler vorgesehen sein – wobei entweder Lawrence oder Robbie Sharon Tate spielen wird
  • Wer Charles Manson spielt, ist derzeit noch unbekannt
  • Samuel L. Jackson ist ebenfalls wieder mit von der Partie
  • Im September möchte Tarantino mit voller Besetzung in die Vorproduktion gehen, der Dreh soll im Sommer 2018 beginnen

Ein Tabubruch über einen Tabubruch

Ein neuer Film von Quentin Tarantino ist ebenso reich an Zitaten wie an filmischer Gewalt. Mit dem Rückgriff in die realen 1960er dringt Tarantinos neuester Film dann in eine Epoche vor, deren Film- und Serienwelt er bereits mehrfach als Vorlage für seine Filme nutzte. Und wenn die Erzählung rund um Charles Manson dem Film die nötige Öffentlichkeit einbringt, dann dürfte es auch an der Kinokasse wieder klappen.

©istock – lolostock

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