Geheimdienst CIA: Neue Fakten zur Beteiligung an Facebook

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CIA überwacht Facebook

Amerikas Auslandsgeheimdienst und Mark Zuckerbergs Facebook in enger Kooperation? Seit dem 11. September sind Verschwörungstheorien zunehmend populär. Besonders wenn genügend unwiderlegbare Fakten darauf hinweisen, dass es sich nicht nur um „Theorien“ handelt. Aktuell im Fokus: die Beziehungen zwischen dem US-amerikanischen CIA und dem Social-Network Facebook.

Ein steingrauer Koloss im grünen Vorort Langley kurz vor Washington D.C. in den Vereinigten Staaten beherbergt die mächtigste Institution der Welt: den amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA. Zwischen Verschwörungstheorie und Gewissheit weiß die Menschheit heute, dass dieser Geheimdienst seine unübersichtliche Macht auf der ganzen Welt ausspielt, und dieser Welt und ihrer Geschichte wohl schon oft die Richtung gewiesen hat.

Jäger und Sammler

Das wichtigste Kommunikationsmedium ist das Internet. Über Foren, Chats, E-Mails und soziale Netzwerke tauscht sich nahezu der ganze Planet untereinander mit Informationen – privaten wie geschäftlichen – aus. Und damit ist das wichtigste Kommunikationsmedium des 21. Jahrhunderts auch das wichtigste Überwachungsmedium.

Das größte soziale Netzwerk »Facebook« ist die digitale Heimat von über 800 Millionen privaten Nutzern, dazu ebenso von Millionen offiziellen Fanseiten wie Bands, Parteien, Organisationen oder Prominenten. Verbunden und vernetzt, gefüllt mit privaten Fotos, Nachrichten und Lebensereignissen hat sich so seit der Gründung 2004 der größte freiwillige Informationspool gebildet, auf den Geheimdienste wie die CIA natürlich nicht verzichten. Die Menschen sind Jäger und Sammler geblieben, nur gilt es nicht mehr Nahrung in die heimische Höhle sondern Informationen in die heimischen Regierungshände zu liefern.

Ein Geschäft das viel mehr bietet als Geld, es bietet Wissen, nahezu unbegrenzt – und Wissen bietet Macht und Kontrolle. Hauptsektor dieser gesponsorten Firmen ist das Internet. Eine der größten Tochterfirmen der CIA ist In-Q-Tel mit Sitz im Bundesstaat Virginia – genau wie die CIA.

Achtung aufgepasst!
Die Vorstellung, der größte amerikanische Geheimdienst hätte in Facebook investiert oder es sogar gegründet ist also nicht abwegig. Fakt ist: Ein nicht unerheblicher Teil des jährlichen Budgets, das offiziell bei über 40 Milliarden US-Dollar liegt, investiert die CIA in junge Unternehmen, in vielversprechende Startups.

Wenn das geheime Geld fliest

Über Firmen wie In-Q-Tel fliest das geheime Geld in die jungen Unternehmen. Damals soll das Facebook gewesen sein, heute zum Beispiel das weit weniger bekannte Unternehmen D-Wave. Die 1999 gegründete Firma D-Wave konnte am 11. Mai 2011 nach eigenen Angaben den ersten Quantencomputer der Welt verkaufen. Die Kunden sind laut einer Pressemeldung vom Mai 2013 unter anderem NSA und Google. Auch wenn viele Kritiker D-Wave den Erfolg des Supercomputers nicht abkaufen und bezweifeln, dass Quanteneffekte bei der Berechnung eine Rolle spielen, die CIA und Amazon konnten überzeugt werden; beide stiegen mit einem je mehrere Millionen Dollar umfassenden Investment ein.

Video: Polizeigewerkschaftsboss: „Ja, Facebook wird von CIA finanziert“

Von Managern, die bleiben

Es ist wie in der Politik: Keiner geht so ganz. Unklar bleibt, ob der Geheimdienst schon während der Gründung Marc Zuckerberg finanziell unter die Arme gegriffen hat. Klar dagegen ist heute, dass ehemalige CIA-Mitarbeiter wichtige Positionen bei dem Internetgiganten besetzen. Howard Cox arbeitete 2006 gleichzeitig bei Geylock Partners, welches zu diesem Zeitpunkt in Facebook investierte und bei der CIA-Tochter In-Q-Tel im Vorstand. Das Geld der amerikanischen Geheimdienste floss über ehemalige und nach wie vor aktive CIA-Mitarbeiter in Vorstandsposten auf Umwegen zum noch jungen sozialen Netzwerk.

Video: „Facebook is part of the CIA.“

PRISM und der stumme Schrei

Als Edward Snowden zum Whistleblower, also zum Geheimnisverräter wurde, da hätte die Welt aufschreien sollen. Sie hätte aufschreien müssen. Aber sie blieb gemessen an der Bedeutung der Enthüllungen über die globale amerikanische Spionage stumm. Und während funktionierende, von der CIA mitfinanzierte, Quantencomputer heutige Verschlüsselungen in wenigen Sekunden oder Minuten knacken könnten, investiert der Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten bereits in das nächste Überwachungsinstrument.

Gemeinsam mit Google investierte die CIA bereits 2011 das erste Mal in die Firma »Recorded Future«, zu deutsch aufgezeichnete Zukunft. Das Prinzip: Die Software scannt in Echtzeit Blogs, Twitter-Beiträge, Nachrichtenfeeds und vieles mehr und erstellt so Verbindungen zwischen Einzelpersonen, Unternehmen und Organisationen. Suchanfragen bei Google werden verknüpft, gelesene Seiten ausgewertet, Kommentare, Beiträge und Twitter-Meldungen analysiert.

Und so verliert es fast schon an Bedeutung, welche Rolle der amerikanische Geheimdienst CIA bei der Gründung und Finanzierung des größten sozialen Netzwerks gespielt hat, denn unbestritten ist heute klar: Selbst wenn Facebook sich der CIA verweigern und keine Nutzerdaten preisgeben würde, die Geheimdienstler wären vermutlich in der Lage sich diese Informationen auf anderen, von ihnen mitfinanzierten Wegen zu holen. Aber eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus.

Video: WikiLeaks Julian Assange: „Facebook is CIA spying machine“

Bildquelle: © Trueffelpix – Fotolia.com

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