Wahre Geschichte: Tischler ist verschollener Bruder

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Mitten in Berlin fand Anfang des neuen Jahres eine echte Märchengeschichte statt. Was sonst nur in Hollywood thematisiert wird, wurde mitten in Deutschland zur Realität. Eine Frau fand ihren lange verschollenen Bruder durch einen zufälligen Auftrag über ein Handwerker Portal wieder.

Seit Jahren unbekannt verzogen

Bettina S. aus Hamburg hatte sich schon lange damit abgefunden, dass sie ihren jüngeren Bruder wohl nie mehr wiedersehen würde. Nachdem die Eltern sich vor gut 20 Jahren getrennt hatten, zog der Vater mit dem zu dem Zeitpunkt 5-jährigen Bruder Marco nach Süddeutschland, während Bettina S. mit ihrer Mutter in Berlin verblieb. Die zu dem Zeitpunkt 10-jährige Bettina litt unter der Trennung der Eltern, aber vor allem unter der Trennung von ihrem 5 Jahre jüngeren Bruder. Kaum 18 geworden, versuchte sie selbstständig ihren Bruder ausfindig zu machen, konnte jedoch nur feststellen, dass er aus Bayern mittlerweile verzogen war. Weitere Informationen waren leider nicht zu bekommen, so dass sie die Suche nach einiger Zeit aufgeben musste.

Achtung aufgepasst!

Ein Arbeitsauftrag mit Folgen

Nun, 20 Jahre nach der Trennung hat sich Bettina S. ein harmonisches Leben aufgebaut, auch wenn ihr immer noch ein wichtiger Teil zu fehlen schien. Dennoch war es an der Zeit das eigene Arbeitszimmer neu einrichten zu lassen. Hierfür suchte Sie einen passenden Tischler über das Handwerkerportal www.my-hammer.de. Ein passender Tischler war schnell gefunden und dieser bot an, die Örtlichkeiten erst einmal zu besichtigen und die notwendigen Vermessungsarbeiten selbstständig durchzuführen. Gerne nahm Bettina S. das Angebot an, nicht ahnend, wie sehr dies ihr Leben verändern würde. Als der Tischler einige Tage später vor der Tür stand, fand Bettina S. diesen sehr sympathisch und freute sich bereits, einen kompetenten und freundlichen Handwerker gefunden zu haben. Die Vermessungen waren schnell erledigt und der Handwerker verließ das Haus. Dennoch blieb er mit seiner jugendlichen Erscheinung Bettina S. noch einige Zeit im Gedächtnis und sie wunderte sich über das Gefühlschaos in ihrem Inneren.

 

Der Vorhang lüftet sich

Als nach wenigen Wochen die Möbelstücke fertig waren, lieferte der Tischler diese selbstverständlich frei Haus. Beim Aufbau kam er so dermaßen ins Schwitzen, dass er in der gut beheizten Wohnung sein T-Shirt auszog. Da traf es Bettina S wie ein Schlag. Ein großes, herzförmiges Muttermal am Schulterblatt des Tischlers zog sie in seinen Bann. Genau dieses Muttermal hatte ihr Bruder Marco auch gehabt. Nach vorsichtigem Nachfragen beim Tischler stellte sich schnell heraus, dass er in München aufgewachsen, aber kurz nach seiner Lehre nach Berlin gezogen war. Erst vorsichtig, dann mit immer mehr Begeisterung und Überzeugung erzählte Bettina S. von sich und der Suche nach ihrem Bruder. Nach Abgleich der biografischen Daten und unter ungläubigem Staunen fielen sich kurz darauf Bruder und Schwester in die Arme. Nach einer mehr als 20-jährigen Trennung hatten sich beide endlich wieder gefunden. Auch wenn die Erinnerungen von Marco an seine Schwester eher verschwommen waren, genoss er die Nähe der ihm so vertraut wirkenden Frau.

Zufälle, die das Leben schreibt

Zwar kann man nicht behaupten, dass eine solche Geschichte jeden Tag stattfindet, doch solche Märchen schreiben nicht nur die Regisseure von Hollywood, sondern auch das Leben. Wer also verschwundene Verwandte sucht, sollte nicht nur auf die bekannten Sendungen im Fernsehen (z.B. Vermisst – RTL) zurückgreifen, sondern eventuell einfach mal einen unbekannten Handwerker bestellen. Wer weiß, was das Leben bringt.

 

Foto: © JackF – Fotolia.com

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