Soziale Netzwerke – Wie Diaspora, Ello & Co. Facebook Konkurrenz machen

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Facebook Alternativen - Smartphone mit Facebook-App IconBei Facebook ist mittlerweile jeder dritte Deutsche registriert. Die Zufriedenheit der Nutzer hält sich allerdings in Grenzen, da zu wenig Sicherheit durch Datenklau und zu viel Werbung geboten werden. Doch es gibt mittlerweile gute Alternativen. Welche das sind, wird im folgenden Artikel erklärt.

Ello – soziales Netzwerk mit lockeren Regeln

Exakte Angaben über die Mitgliederanzahl gibt Gründer Paul Budnitz nicht an. Laut seiner Aussage sind es jedoch mehrere Millionen. Das Netzwerk ist beliebt, da hier keine Daten verkauft werden, Werbung nicht vorhanden ist und keine Klarnamenpflicht besteht. Ello galt sogar als großer Facebook-Konkurrent. Bekannt wurde die Plattform plötzlich, weil Facebook Mitglieder nötigen wollte, ihre echten Namen preiszugeben. Bei diesen Mitgliedern handelte es sich um Dragqueens aus den USA, die dann kurzerhand zu Ello wechselten. Der anfängliche Hype ist zwar vorbei, dennoch wird die Plattform weiterhin genutzt. Großer Beliebtheit erfreut sich die sogenannte LGBTQ-Community bei Ello.

Diaspora – ein dezentrales Netzwerk

Diaspora ist seit 2010 aktiv und hat um die 1,15 Millionen Nutzer, von denen etwa 8.500 in Deutschland leben. Das Netzwerk unterscheidet sich durch seine Dezentralität von anderen. Was das bedeutet?

Die Nutzer können selbst entscheiden, ob sie ihre Daten auf dem öffentlichen Server oder auf einem eigenen hostet.

Auch hier müssen sich Mitglieder nicht mit ihrem tatsächlichen Namen registrieren. Darüber hinaus ist eine Verbindung zu den sogenannten Pods, den Knotenpunkten, möglich. Zwar hat das soziale Netzwerk Diaspora nicht immer nur rosige Zeiten erlebt, dennoch ist es nach wie vor beliebt. Anfangs war es zunächst erfolgreich und konnte durch eine Crowdfunding-Kampagne das erforderliche Geld besorgen. Sogar Mark Zuckerberg war von Diaspora begeistert. Harte Zeiten standen an, als ein Gründungsmitglied Selbstmord beging. Ein Jahr danach wurde die Plattform zum Open-Source-Projekt. Aktuell ist das Netzwerk immer noch verfügbar, auch wenn es ruhiger darum geworden ist. Die Version aus dem Jahr 2015 wurde von den Entwicklern selbst als große Weiterentwicklung bezeichnet.

Google Plus – ebenfalls eine gute Alternative zu Facebook

Google Plus steht seit 2011 zur Verfügung und hatte im Oktober 2013 etwa 540 Millionen Nutzer, von denen allerdings lediglich bis zu 6 Millionen aktiv sind. Der Vorteil von Google Plus ist, dass fast der gesamte Freundeskreis von Beginn an automatisch dabei ist. Ein weiterer Pluspunkt für das soziale Netzwerk ist der Videochat Hangout. Mit ihm lassen sich maximal zehn Freunde gleichzeitig erreichen. Aufgrund dessen wird er von vielen Usern gerne regelmäßig genutzt. Dennoch hat es Google Plus nicht wirklich geschafft, mit Facebook zu konkurrieren. Es war bereits davon die Rede, dass das soziale Netzwerk wieder eingestellt werden sollte.

Achtung aufgepasst!
Google Plus unterscheidet sich in einem Punkt deutlich von den vielen anderen sozialen Netzwerken. Es ist nämlich möglich, dass die Beziehungen der User einseitig sein können. Diese werden dann in Kreise eingeteilt. Mit diesen Kreisen können Kontakte in Gruppen unterteilt werden. So ist es möglich, Informationen nur mit einigen Kreisen zu teilen, beispielsweise nur mit der Familie oder nur mit bestimmten Freunden. Diese Kontakte müssen nicht einmal bei Google Plus angemeldet sein.

Alternativen zu Facebook im Überblick:

– Ello
– Diaspora
– Google Plus

Es gibt noch weitere Alternativen zu Facebook mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen, z.B. EyeEm oder Path.

Welches soziale Netzwerk soll es denn nun sein?

Nutzer, die sich von Facebook aufgrund der Werbung und des Datenklaus genervt fühlen, finden in den sozialen Netzwerken Ello, Diaspora oder Google Plus einige Alternativen, die zeigen, dass es auch anders geht. Für welche Plattform die Entscheidung fällt, liegt natürlich weiterhin im Ermessen der User.

Video: Raus aus sozialen Netzwerken – Welt der Wunder

Titelbild: ©istock.com – HStocks

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