Ninja Warrior Finale – Totaler Reinfall?

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ninjawarrior240 durchtrainierte Körper und ein Hindernis-Parcours, der selbst ambitionierten Sportlern das Fürchten lehrte – alle waren sie angetreten, um in das Ninja Warrior Finale einzuziehen, doch einen Sieger sollte es dort nicht geben.

Das Ninja Warrior Finale und 28 Athleten, die das Scheitern lernten

Von den ursprünglich 240 Kämpfern, unter denen sich zahlreiche Promis fanden, wie Thorsten Legat und Jörn Schlönvoigt, konnten sich in drei Shows 28 Finalisten qualifizieren, die antraten, um das Unmögliche zu versuchen Ein gnadenlos harter Parcours wartete auf die hochmotivierten Sportler. Nicht zu unrecht bezeichnet man Ninja Warrior als „härteste Show Deutschlands“.

Die sportlichen Karrieren der Finalisten lesen sich durchaus respektabel. Fitnessmodel, Stuntman, Akrobat, Wildwasser-Slalom-Nationalteammitglied, amtierender Deutscher Meister im Bouldern, Footballspieler, Vize-Europameister im Voltigieren und vieles mehr, sind die Qualifikationen, die sich die Teilnehmer im Ninja Warrior Finale an die Brust heften können.

Doch nur einem von ihnen gelang es den ersten von vier Parcours zu durchlaufen. Nach zwei Stunden, in denen man vergeblich mitgefiebert und gehofft hatte, dass es einer der gut gebauten Kerle schaffen würde, war es der der vierfache deutsche Meister in Sportakrobatik Oliver Edelmann, der unter den begeisterten Rufen des Kommentators Frank Buschmann in letzter Sekunde auf den Buzzer am Ende der Bahn drücken konnte.

Video: NINJA WARRIOR GERMANY – Training in Miami

Nur Einer kam durch

Oliver Edelmann gelang das scheinbar Unmögliche. Er sprang elegant im Fünfsprung über „fliegende Untertassen“, rettete sich über „Balance brücken“ zum nächsten Hindernis, dem „Cargo-Netz mit Trampolin“ und schaffte selbst das berüchtigte Windspiel, das so viele seiner Mitstreiter ins Aus katapultierte.

Danach trennte ihn nur noch die „Wand“ von der „Kettenschaukel“, dem „Tunnelsprung“ und der beinahe auch für ihn nicht zu bezwingenden „unsichtbaren Leiter“. Man konnte bei Chips und Bier vom heimischen Sofa aus an den schweißtreibenden und schmerzhaften Anstrengungen teilhaben, die er und die übrigen Finalisten aufbrachten, um den Titel zu erringen.

Doch den „Mount Midoriyama“ zu bezwingen und damit den Titel Ninja Warrior Germany 2016 nach Hause zu tragen blieb auch ihm verwehrt. In der zweiten Runde scheiterte auch er.

Das Ninja Warrior Finale – keine Sieger, aber auch keine Verlierer

Wer es bis ins Finale geschafft hat, kann sich getrost als Sieger bezeichnen. Leider konnte sich keine einzige Frau qualifizieren. Aber immerhin gedachte man den außerordentlichen Leistungen des „schwachen Geschlechts“ mit einem Best-off-Einspieler, der schönsten Momente.

Wer sich da durch den Parcour hangelte, wand und sprang, bewies, dass er nicht nur einen durchtrainierten Körper hat, sondern auch einen eisernen Willen. Insbesondere die „unsichtbare Leiter“ sorgte dafür, dass so mancher Vorzeigeathlet mit schmerzverzerrtem Gesicht aufgeben musste. Weltweit haben es in vielen Jahren nur sechs Menschen geschafft, den Titel zu erringen.

So kann man getrost sagen, dass schon, das „Dabeisein“ eine echte Auszeichnung ist. Da genügen ein paar Zentimeter, um die man sich verschätzt, ein Griff, der nicht richtig sitzt, oder eine kleine Unsicherheit und der Traum ist zu Ende. Auch wenn Buschmann mit seinen anfeuernden Kommentaren nicht hinterm Berg hielt.

Mit „er muss, er muss, ER MUSS!, „Das ist ein Kalb!“ und einem abschließenden „Oli, du bist ein Gott“ begleitete er Oliver Edelmann und Co. durch den Parcours. Oliver selbst kommentierte seinen Duchlauf, völlig außer Atem und am Ende seiner Kräfte, mit der ernüchternden Feststellung, dass „der Kurs hardcore anstrengend sei“ und jeder seinen größten Respekt habe, der ihn auch nur annähernd bewältigt habe.

Achtung aufgepasst!

Alle Jahre wieder

Internationale Vergleiche zeigen, dass Ninja Warrior für die meisten Sportler eine Herausforderung ist, der sie sich gerne immer wieder stellen. Über die eigenen Grenzen gehen und sich, wenn schon nicht den Titel, dann wenigstens den Ruhm eines Helden zu holen, dürfte Oliver Edelmann und seine Kollegen auch im nächsten Jahr anspornen erneut „barfuß durch die Hölle“ zu gehen. RTL plant bereits eine zweite Staffel.

Titelbild: © istock.com –  Paul Cowan

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