Horrorbaby in New York wird zum Internet-Kult

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Gruselbaby als PR-Gag

Es braucht nur eine kreative Idee, um weltweit Schlagzeilen und damit Werbung für ein Projekt zu machen: Das belegt das New Yorker Horror-Baby, dessen Hintergrund nach dem medialen Aufsehen mittlerweile Menschen rundum den Globus kennen.

Horrorbaby erschreckt New Yorker Passanten: Die Community feiert

Ein Horror-Baby hat arglose Fußgänger in der US-Metropole New York erschüttert, viele davon ergriffen schreiend die Flucht: Ein Video, das die Szenerie zeigt, klickten bereits Dutzende Millionen User an. Das Gruselbaby fährt allein in einem Kinderwagen durch die Straßen, sieht hässlich und hasserfüllt aus, beschimpft wahllos Menschen, spuckt eine grüne Flüssigkeit und schlägt auf Sachen ein.

Alle unmittelbar Beteiligten fuhr der Schrecken in die Glieder, die Internetuser amüsieren sich köstlich. Sie wissen nämlich inzwischen, dass es sich um eine technisch ausgefeilte Puppe handelt. Die Verantwortlichen lenkten sie mit einer Fernsteuerung.

Das Ziel der Aktion: Zuschauer für einen Horrorfilm

Die Organisatoren hatten sicher viel Spaß an dieser Aktion, doch sie verfolgen noch einen anderen Zweck: Sie betreiben Marketing für den Horrorstreifen „Devils Due„, auf deutsch „Teufelsbrut“. Es geht in diesem 7-Millionen-Dollar Werk um ein frisch verheiratetes Pärchen, das gemeinsam in die Flitterwochen fährt. In diesem Zeitraum ereignet sich eine Nacht, an die sich beiden nicht mehr erinnern können.

Eine Schwangerschaft überrascht das Ehepaar, zuerst freut es sich. Doch mysteriöse und beängstigende Situationen häufen sich, es entsteht ein furchtbarer Verdacht: Die Geburt könnte zum Horror werden. Nach der viel beachteten PR-Aktion dürften die meisten ahnen, was den Vermählten und der Umgebung droht. Dieser Film der beiden Regisseure Tyler Gillett und Matt Bettinelli-Olpin kommt Ende Februar in die deutschen Kinos.

Musterbeispiel für gelungene PR in digitalen Medien

Marketing zielt immer darauf, größtmögliche Aufmerksamkeit zu erreichen. Bei kostspieligen Hollywood-Streifen stehen genügend finanzielle Mittel zur Verfügung, um Werbung zu schalten. Zudem interessieren sich Medien für solche Großwerke sowieso.

Bei kleineren Produktionen wie Devils Due mit einem überschaubaren Budget bedarf es dagegen Einfallsreichtums. Die Idee mit dem Horrorbaby zeigt, dass die Kreativität oberste Priorität genießt. Viel Geld erfordert so eine Aktion nicht, die Verantwortlichen mussten nur in die Technik des Gruselbabys investieren.

Anschließend nutzten sie kostenlos die digitalen Medien, indem sie bei den bekannten Videoplattformen wie Youtube dieses Machwerk hochluden. Danach bedurfte es nur noch einer bestimmten Anzahl an Usern, welche dieses Video anschauten und weiterverbreiteten. Irgendwann wurde es zum Hit, woraufhin auch Printmedien und Fernsehsender darüber berichteten: ein PR-Coup für wenig Geld. Nun dürften viel mehr Zuschauer als erwartet in die Kinos strömen.

Werbung erzielt die gewünschte Wirkung

Achtung aufgepasst!
Der Film Devils Due hätte wahrscheinlich nur wenige Besucher in die Kinosäle gelockt, außer Horrorfilmfans hätte fast niemand etwas davon mitbekommen. Nachdem die gesamte Welt über das Gruselbaby in New York spricht, haben sich die Rahmenbedingungen wesentlich geändert. Dieses Paradebeispiel einer PR-Aktion zeigt, welche kostengünstigen Marketingchancen das Internet bietet.

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