Die Superstars der Bundesliga: So lief ihr Saisonstart

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fussballerZwei Wochen läuft sie nun bereits, die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Auch für die Top-Stars wie Marco Reus, Arjen Robben oder Kevin De Bruyne wurde es wieder ernst. Wir haben vor dem dritten Spieltag unter die Lupe genommen, wer mit seinem persönlichen Start zufrieden sein kann – und wer noch ins Rollen kommen muss.

Marco Reus

Der Flügelstürmer des BVB kann mit seinem persönlichen Saisonstart absolut zufrieden sein, genauso wie die ganze Dortmunder Mannschaft. Mit den beiden 4:0-Siegen gegen Borussia Mönchengladbach und Aufsteiger Ingolstadt übertraf die Truppe um Flügelflitzer Reus die kühnsten Erwartungen der Fans an den Start unter Neu-Trainer Thomas Tuchel. Die Schwarz-Gelben grüßen bereits von der Tabellenspitze und sind noch ohne Gegentor – und das bei starken acht eigenen Treffern. Dass die Tormaschine auf Hochtouren läuft, hängt natürlich auch mit der Top-Form von Marco Reus zusammen. In beiden Spielen traf Reus, erzielte unter anderem das wichtige 1:0 im ersten Spiel. Zudem gab er eine Torvorlage. Der „kicker“ gab für die Vorstellungen gegen Gladbach die Noten 1,5 und 2,5.

Fazit:

Für Marco Reus und seinen BVB läuft es schon richtig rund! Wenn das so weitergeht, ist die Borussia ein ebenso heißer Anwärter auf den Titel wie der FC Bayern. Und Reus kann seinem alten Spezi Robert Lewandowski Konkurrenz bei der Jagd nach der Torjägerkanone machen.

Das nächste Spiel:

Sonntag, 15:30 Uhr – Borussia Dortmund vs. Hertha BSC

Als nächstes gibt es für Reus und Co. das Heimspiel gegen die Hertha. Nicht nur aufgrund des durchwachsenen Saisonstarts der Berliner sind die Dortmunder auch hier wieder klar favorisiert.

Arjen Robben

Der Niederländer hatte in der Vorbereitung noch mit den Folgen einer Verletzung vom Ende der letzten Saison zu kämpfen. Ohne hundertprozentige Fitness wollte Bayern-Coach Guardiola kein zu großes Risiko eingehen und wechselte den bis dahin eher unauffälligen Robben beim Auftaktsieg gegen den Hamburger SV schon nach 65 Minuten aus. Im zweiten Saisonspiel bei 1899 Hoffenheim stand der 31-jährige zwar wieder in der Startelf – konnte allerdings erneut nicht überzeugen, und folgerichtig war diesmal schon nach einer knappen Stunde Schluss für Robben. Noch keine Torbeteiligung, zudem die „kicker“-Noten 3 und 4, damit kann er natürlich nicht zufrieden sein.

Video: Arjen Robben Portrait

Fazit:

Das ist noch nicht der Robben, den die Bayern-Fans aus den vergangenen Spielzeiten kennen und lieben! Der Flügelflitzer ist möglicherweise noch nicht zu 100 Prozent fit und braucht noch etwas Zeit, um auf sein gewohntes Level zu kommen. Er muss zudem aufpassen, dass ihm Neuzugang Douglas Costa nicht den Rang abläuft. Der ebenfalls pfeilschnelle Linksfuß kommt bevorzugt über Robbens rechte Seite, und hat bisher einen Treffer und drei Torvorlagen vorzuweisen. Weil auch Thomas Müller gewohnt stark ist und Mario Götze sich zuletzt deutlich verbessert zeigte, könnte Robben auch mal die Bank drohen.

Das nächste Spiel

Samstag, 18:30 – FC Bayern München – Bayer Leverkusen

Gegen die Werkself werden sich die Bayern gewaltig steigern müssen – ein nachlässiger Auftritt wie zuletzt gegen Hoffenheim wird gegen die Leverkusener wohl kaum reichen. In der Abwehr muss sich Guardiola zudem etwas einfallen lassen, nachdem mit Jerôme Boateng (gesperrt) und Mehdi Benatia (verletzt) die beiden besten Innenverteidiger ausfallen.

Kevin De Bruyne

Er war der überragende Spieler der vergangenen Saison. Völlig verdient wurde „KDB“ zum Fußballer des Jahres gekürt. Mit seinen 10 Toren und 21 Vorlagen war er der absolute Top-Scorer und leistete einen ganz wichtigen Beitrag zur Vizemeisterschaft des VfL Wolfsburg. Als Krönung folgte am 30. Mai der Pokalsieg gegen Borussia Dortmund (3:1) – auch De Bruyne trug sich in die Torschützenliste ein. Eine solch überragende Saison weckt natürlich Begehrlichkeiten: Fast jeder Top-Klub in Europa hatte den Belgier auf der Liste. Von Paris Saint-Germain über den FC Chelsea bis hin zum FC Bayern – kaum ein Spitzenteam, das sich nicht bei Klaus Allofs für einen Transfer angeklopft hatte. Das Rennen macht, wie es aussieht, wohl der englische Vizemeister Manchester City. Nach wochenlangen Verhandlungen könnten sich die Bosse in den nächsten Tagen einigen. Im Raum stehen rund 70 Millionen Euro, die der Scheich-Klub nach Niedersachsen überweisen könnte.

Achtung aufgepasst!
In den bisherigen Auftritten in der Liga merkte man De Bruyne das Wechseltheater deutlich an. Der 24-jährige blieb weit unter seinen Möglichkeiten, vom „kicker“ gab es die Noten 4 und 4,5. Sein VfL schaffte ohne die starken Einfälle des Spielmachers zwar noch den knappen Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt (2:1), kam am 2. Spieltag gegen Köln allerdings nicht über ein 1:1 hinaus.

Fazit

De Bruynes Leistungen leiden verständlicherweise unter dem Hin- und Her um seine Person. Nun scheint eine Einigung aber bevorzustehen. Gut möglich, dass das Auswärtsspiel beim FC Köln bereits De Bruynes vorerst letzter Auftritt in der Bundesliga war. In der Form des Saisonstarts wird Trainer Dieter Hecking auf ihn verzichten können, zudem können die Millionen wohl direkt in die Mannschaft reinvestiert werden, möglicherweise kommt noch in diesem Transferfenster weitere Verstärkung. Von deren Qualität wird es abhängen, ob die Wolfsburger den Verlust ihres Top-Stars auffangen können und erneut nach der Tabellenspitze greifen.

Das nächste Spiel

Freitag, 20:30 – VfL Wolfsburg vs. FC Schalke 04

Schon am Freitag müssen die Wölfe gegen den Schalke 04 ran, das zuletzt ebenfalls Punkte liegen ließ (1:1 gegen Darmstadt 98). Auch wenn die Saison noch jung ist, ist es für beide Teams bereits ein richtungsweisendes Spiel. Beide wollen in die Champions League und den Anschluss an die Spitze nicht verlieren. Dafür hilft zur Eröffnung des 3. Spieltags nur ein Sieg – der VfL muss diesen möglicherweise bereits ohne Kevin De Bruyne einfahren. Auf Schalker Seite auflaufen wird natürlich auch…

Franco Di Santo

Viel Wirbel verursacht hat in der Sommerpause auch der Wechsel des Argentiniers Franco Di Santo vom SV Werder Bremen zu Schalke 04. Nach mehreren Gesprächen über eine Vertragsverlängerung und Andeutungen, sich den Verbleib an der Weser gut vorstellen zu können, ging der Stürmer überraschend doch in den Pott. Der 26-Jährige stand beim Saisonauftakt gegen seinen Ex-Verein dann gleich im Rampenlicht und steht auch jetzt noch unter besonderer Beobachtung. Gegen Werder konnte der Offensivmann nicht überzeugen und wurde nach einer Stunde unter den gellenden Pfiffen des Bremer Publikums ausgewechselt. Beim Heimdebüt gegen Darmstadt 98 gab es wieder keinen Treffer für Di Santo. Wie die gesamte Mannschaft der Königsblauen tat der Argentinier sich gegen den disziplinierten Aufsteiger schwer und musste nach 73 Minuten für Max Meyer Platz machen. Vom „kicker“ gab es die Noten 4,5 und 4 – das ist ausbaufähig.

Fazit:

So richtig scheint Franco Di Santo noch nicht auf Schalke angekommen zu sein. Im Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg am Freitag (20:30) wird er erneut von Anfang an die Chance bekommen, sich zu beweisen. Gerade das Zusammenspiel mit Schalkes etablierten Top-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar wird Trainer André Breitenreiter genau unter die Lupe nehmen wollen, hat er doch in Choupo-Moting, Sané oder Meyer erstklassige Alternativen für die Position neben oder hinter dem Holländer.

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Bildquelle: Fussball,Dortmund,Borussia © sabine voigt / Fotolia.com

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