Betriebssystem Mint: Das kann der Linux-Ableger

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Linux Ableger Mint

Für viele Menschen gibt es beim Betriebssystem eines Computers nur die Wahl zwischen OS von Apple und Windows von Microsoft. Die Alternative Linux wird dabei oft vergessen. Das Betriebssystem erfreut sich bislang lediglich im Business-Bereich größerer Beliebtheit. Doch mit seinem kostenlosen Ableger Mint kann Linux der Konkurrenz auch auf dem Privatsektor Dampf durchaus machen.

Linux ist in gewisser Weise ein Opfer seines Images. Während Apple OS als besonders intuitiv und nutzerfreundlich gilt und Microsoft Windows fast jedem User von Kindesbeinen an ein Begriff ist, haftet Linux das Image an, ein Betriebssystem für IT-Experten und Nerds zu sein.

Dabei gibt es von Linux unzählige Varianten für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke. Als besonders nutzerfreundlich gilt der Ableger Mint, der bereits in der 16. Generation auf dem Markt ist. IT-Experten vergleichen das Betriebssystem in vielerlei Hinsicht mit Windows 7 und dessen Vorläufer Windows Vista.

Linux-Betriebssystem Mint: Merkmale und Vorteile

Mint basiert auf Ubuntu, einem Basis-Modell des Open-Source-Betriebssystems Linux, das von versierten Nutzern seit seiner kommerziellen Verbreitung im Jahr 1992 stetig verbessert wurde. Im Gegensatz zu Ubuntu ist Mint in seiner Struktur aber komplexer. Zugleich ist es von den Programmierern für die Nutzung von Multimedia optimiert worden und damit durchaus massenkompatibel.

Der augenfälligste Vorteil von Mint gegenüber den Betriebssystemen Apple OS und Microsoft Windows liegt im finanziellen Aspekt: Mint ist kostenlos und dabei völlig legal. Es wird mit einem Softwarepaket ausgeliefert, das die Bedürfnisse der meisten Privatnutzer befriedigt. Auch die Menüführung ist mit der von Windows vergleichbar, sodass die Umstellung minimal ist.

Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass Mint streng hierarchisch gegliedert und nach Kategorien aufgebaut ist. Dem User wird so eine gewisse Ordnung und Struktur aufoktroyiert, die sich allerdings gerade bei der Suche nach bestimmten Dokumenten als überaus hilfreich erweisen kann. So werden Musikstücke automatisch im Ordner für Musik und Grafiken in einer virtuellen Schublade für Grafiken abgelegt.

Video: Linux Mint im Review

Probleme mit fremder Software

Wie Apple OS und Windows bietet auch Mint einen App-Store. Der heißt Softwareverwaltung und umfasst rund 64.000 Programme und Anwendungen. Für deren Installation sind keine besonderen Softwarekenntnisse vonnöten. Anders sieht es aus, wenn man Fremdprogramme einrichten möchte.

Weiterhin ist nicht jede Hard- und Software mit Linux kompatibel. Das betrifft vor allem Windows-Programme und -Spiele, wobei man bei der Office-Software ebenso gut auf kostenfreie und nahezu gleichwertige Open-Source-Produkte (z.B. Open Office, Mozilla) zurückgreifen kann. Bei Spielen bietet der Linux-Pool einige Alternativen.

Linux-Community ersetzt Support

Achtung aufgepasst!
Ein klarer Minuspunkt liegt im Service. Weil es sich bei Linux um ein kostenfreies Open-Source-Produkt handelt und eben kein gewinnorientierter Global Player hinter dem System steht, gibt es auch keine zentrale Anlaufstelle bei Technik- und Anwendungsproblemen. Anhand der Mint-Community muss man sich hier selbst behelfen – oder eben auf eigene Kosten einen Fachmann aufsuchen.

Das Betriebssystem Mint 16 kann kostenlos in vier Versionen herunterladen werden (in einer 32- und einer 64-Bit-Variante). Die Download-Datei ist ein ISO-Image. Sie wird von jedem Rechner mit einem DVD-Brennprogramm erkannt und zu einer Live-DVD verarbeitet. Nach der Installation wird man beim Start gefragt, welches Betriebssystem man nutzen möchte.

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Bildquelle: Robert Lucian Crusitu – Shutterstock

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