Die Welt der Zigarren – Vielseitigkeit und Genuss in einem!

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Eine Zigarrenkiste voll Zigarren
Dass Rauchen nicht unbedingt gesundheitsförderlich ist, darüber muss nicht diskutiert werden. Doch abseits der gewöhnlichen Kippe und der neumodischen E-Zigarette hat sich um den Genuss von Zigarren eine eigene Kultur entwickelt. Ähnlich wie in der Welt des Weines werden bestimmte Anbaugebiete für Tabak geschätzt und der Konsum ist ein sorgsam gepflegtes Zeremoniell. Es gibt sogar Zigarrensommeliers. Doch ist dies nun ein hochstilisierter Zirkus oder steckt mehr dahinter?

Zigarrerauchen bedeutet Entschleunigung

Als erstes ist vielleicht die Dauer zu nennen, die eine gute Zigarre beansprucht. Nicht eben mal 5 Minuten zwischendurch, sondern ab 45 Minuten aufwärts dauert das Paffen einer einzelnen Zigarre. Es können auch gerne mal 2 Stunden ins Land gehen. In dieser Zeit wechselt ein gutes Exemplar mehrmals die Aromen und das Zugverhalten.

Aufgrund der erlesenen Rohstoffe und der Herstellung von Hand kann eine einzelne Zigarre einen stolzen Preis haben. Da lösen sich gut und gerne mal eben 25 € sprichwörtlich in Rauch auf. Natürlich geht es auch preiswerter, Onlineshops wie Cigarmaxx.de bieten eine riesige Auswahl. Die teuerste Zigarre der Welt zum Beispiel stammt, woher sonst, aus Kuba. Die Marke Cohiba produzierte im Jahr 2006 zu ihrem 40-jährigen Bestehen eine besondere Zigarre, die „Cohiba Behike“. Es wurden nur 100 Kisten mit jeweils 40 Zigarren hergestellt, jede einzelne durchnummeriert und mit doppelter Goldbanderole – zum stolzen Preis von 375 € das Stück.

Video: Vom Tabakblatt zur Zigarre

Von Hand hergestellt und vielschichtig

Um die Faszination von Aficionados ─ so nennen sich Zigarrenliebhaber ─ zu verstehen, muss man den Aufbau und die Besonderheiten kennen. Zigarren sind nicht nur Tabak in Papier, sie bestehen aus 3 verschiedenen Schichten, wobei jede einzelne wichtig ist. Im Inneren ist die für den Geschmack verantwortliche Einlage, sie besteht häufig aus verschiedenen Tabaksorten, um ein bestimmtes Aroma zu erzielen. Der Kern wird umhüllt von der Umlage, die dem ganzen eine Form gibt. Sie ist entweder neutral im Geschmack oder ergänzt bei Premium-Marken die Einlage. Als letztes schließt das Deckblatt die Komposition. Es muss optisch einwandfrei sein und gleichmäßig abbrennen.

Achtung aufgepasst!
Diese Entschleunigung und Vielseitigkeit lässt eine Zigarre von selbst zu etwas Besonderem werden, sie wird nicht künstlich dazu gemacht. Sie ist kein Sucht-, sondern ein Genussmittel. Die Faszination der Länder, aus denen die besten ihrer Art kommen, tut ihr übriges. Man sollte keineswegs deshalb anfangen zu rauchen, aber von der Zigarette auf eine Zigarre umzusteigen, ist eine Überlegung wert.

Bildrechte: Flickr Cuban Cigars in a Humidor Alex Brown CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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