Die 90er Jahre – Magertrend und Daily Soaps

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Der Heimcomputer setzte sich in den 90er Jahren flächendeckend durch

Der Heimcomputer setzte sich in den 90er Jahren flächendeckend durch

Generation Golf und Generation X sind typische Begrifflichkeiten zu Zeiten der 90er Jahre. Kinder und Jugendliche erfreuen sich erstmals ab 1991 an der „Diddl Maus“ und ab mitte der 90er Jahre an dem elektronischen Haustier „Tamagotchi“. Daily Soaps wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Unter uns“ gehören zum täglichen familiären Abendprogramm. Das sogenannte „Arschgeweih“ (Tattoo über dem Steißbein) wird zum kurzzeitigen Modehit und neue Medien, wie das Internet und Handy werden konsumiert und benutzt. 1996 feierte die Loveparade mit ihren Techno-Beats erste Erfolge. Der Konsum von synthetischen Drogen wie Ecstasy nahm zu. Im Jahr 1998 sorgte die Lewinsky-Affäre weltweit für Schlagzeilen. Zudem sorgte der Magerwahn auf den Laufstegen für Skandale.

Girlie-Mode trifft Grunge-Look

In den 90er Jahren wurde modetechnisch viel experimentiert. Beeinflusst von der Techno-Szene, wurden grelle Farben und synthetische Outfits getragen. Aber auch der Girlie-Look aufgrund von Vorbildern wie den „Spice Girls“, „Lucilectric („Ich bin so froh, dass ich ein Mädchen bin“) und Fernsehserien wie „Beverky Hills 90210“ orientierten sich viele Teenies an dem mädchenhaften Stil. Es wurden kurze Röcke, knappe Tops und enge Hose getragen, passend dazu Plateauschuhe. Aber auch die Hip-Hop-Mode mit weiten Baggy Pants und Frotteeoutfits waren bei den Frauen beliebt. Den sogenannten Grunge-Look mit dunklen Augenringen, eingefallenen Wangenknochen und ausgemergelten Körper verkörperte das Topmodel Kate Moss und wurde somit für viele jungen Frauen zum Vorbild. Aber auch Kurt Cobain mit seinen Holzfällerhemden und zerrissenen Jeans setzte seine Trends. Im Allgemeinen war es auch IN Second-Hand-Kleidung zu tragen.

Das Jahrzehnt der Supermodels

Im Gegensatz rückten die Pret-a-porter Modenschauen mit Luxusmode von Calvin Klein, Jil Sander und Armani in den Mittelpunkt der Modewelt. Die 90er Jahre waren auch eine Zeit erfolgreicher Supermodels, wie Naomi Campbell, Cindy Crawford, Claudia Schiffer und Kate Moss. Das Make-up wurde wieder weicher und nicht so grell getragen wie in den 80ern. Man trug das Haar in zwei verschiedenen Haarfarben. Die Männer fanden ihren persönlichen Stil im Metal-Look wieder. Die Haare wurden lang getragen, dazu Piercings und Tattoos.

Eurodance und Boygroups erobern die 90er Jahre

Mit dem Aufkommen der Loveparade waren Techno, Dance und Eurodance in zahlreichen Discos nicht mehr weg zu denken. Daneben dominierten ebenso Brit-Pop, Grunge und Hip-Hop. Songs wie „Verdammt ich lieb Dich“ von Matthias Reim, „Nothing compares 2 U“ von Sinead O`Connor, „Rhythm is a dancer“ von Snap!, „Cotton Eye Joe“ von Rednex sowie „Das Boot“ von U96 schafften es wochenlang Platz 1 der deutschen Charts zu belegen.

Girl- und Boybands sorgen für Gekreische

Die 90er Jahre prägten die Musikwelt mit Girlbands wie den „Spice Girls“ und „All Saints“ und natürlich den Boybands wie den „Backstreet Boys“ und „Take That“. Kreischende und in Ohnmacht fallende Mädchen bei den Konzerten von Boybands waren keine Seltenheit. Anfang der 90er Jahre verlor die Rockmusik kurzzeitig an Bedeutung. Nur einzelne Bands wie Metallica und Bryan Adams hatten Erfolge. Erst gegen Ende der 90er Jahre eroberten Rockbands wie Limp Bizkit und KoRn wieder die Chartspitzen. Zu Hause schaute man Musiksender wie VIVA und MTV. Des Weiteren erfreute man sich an den Teletubbies und den am Nachmittag laufenden Talkshows.

Zeichentrick in der Filmindustrie der 90er Jahre

In der Filmwelt liefen neben „Pulp Fiction“ auch der Klassiker mit den Weltstars Leonardo di Caprio und Kate Winslet „Titanic“, „Jurassic Park“ und „Independence Day“ in den großen Kinosälen. Aber auch „Dangerous Mind“, „Das 5. Element“, „Basic Instinct“ und „Das Schweigen der Lämmer“ waren zu der Zeit erfolgreiche Klassiker.

Revolution der Zeichentrickfilme

Die Tricktechnik machte sich in den 90er Jahren in den Filmmedien breit. Aufgrund leistungsfähiger Computertechnik war es möglich Bilder in einer Art und Weise auf die Leinwand zu bringen, wie es zuvor nie möglich gewesen wäre. So wurde „Der König der Löwen“ aus dem Jahr 1994 zum Meisterwerk des Zeichentricks.

Bildquelle: © fergregory – Fotolia.com

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