Die 60er Jahre – Zeit des großen Umbruchs

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Der VW Bus gehört ebenfalls in die 60er Jahre

Der VW Bus gehört ebenfalls in die 60er Jahre

Die 60er Jahre waren eine Zeit der großen Veränderungen. Der Gesellschaftswandel war dabei besonders ausgeprägt. Studentenbewegungen und bürgerliche Unruhe bestimmten das Alltagsbild der 60er Jahre. Die Menschen sehnten sich nach einem politischen Gedankenwechsel. Große Teile der Bevölkerung kämpften gegen Rassendiskriminierungen. Auch die Sexualität bekam eine neue Moral. Hier leisteten die Flower-Power-Bewegungen und die Bildung von Kommunen ihren Beitrag.

Wichtige Ereignisse der 60er Jahre

Im technischen Bereich ergaben sich erhebliche Fortschritte. Synthetische Stoffe schafften ihren Durchbruch und die Feinstrumpfhose wurde zum Modehighlight. Im Jahr 1961 trat Juri Gagarin als erster Mensch einen Raumflug an.

Im selben Jahr, am 13.08.1961, war der Tag des Berliner Mauerbaus. Außerdem sorgte der Minirock unter deren Designerin Mary Quant für große Furore. Die Anti-Baby-Pille gilt seit ihrer Erfindung im Jahre 1960 als das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel.

60er Bewegung prägt die Mode

Eleganz und das klassische Kostüm verschwanden aus der Modewelt. Eine neue, wilde Zeit brach an, vor allem bei der jungen Generation. Die Jugend übernahm das Kommando in der Mode und wurde zum gesellschaftlichen Leitbild. Während in den 50er Jahren die Kleidung die Funktion hatte, sich einem gewissen Stand zuzuordnen, repräsentierte die Mode in den 60ern Lebensphilosophie und politische Einstellung.

Typischer 60er Jahre Stil waren auffällige grafische Drucke und zusammengesetzte Farbkombinationen. Kunstrichtungen, wie Pop-Art und Op-Art leisteten ihren Beitrag.

Kurze Röcke bei den Damen – lange Haare bei den Herren

Des Weiteren sorgte der Einzug des Minirocks in die Modewelt für große Skandale, dennoch wurde die Hose zum Lieblingsstück der Damen. Außerdem trugen sie ihre Haare passend zu den ausfälligen Prints toupiert und hochgesteckt. Eine Frisur namens „Beehive“ zu Deutsch „Bienenstock“ bezeichnet eine beliebte Frisur bei den Frauen in den 60ern.

Das Make-up war ebenfalls bunt und schrill: knalliger Lidschatten, schwarzer Lidstrich am oberen Wimpernrand sowie falsche Wimpern waren ein absoluter Trend. Außerdem durften in keinem Kleiderschrank Schlaghosen, Haarbänder, riesengroße Ohrringe sowie bunte Plastik Armbänder fehlen.

Bei den Frauen kürzer – bei den Männern länger

Femininität stand in den 60er Jahren wieder im Vordergrund. Breite Tailliengürtel setzten die Weiblichkeit in Szene. Die sogenannte A-Linie schaffte ihren Durchbruch, denn bei den außergewöhnlichen Farbkombinationen wurde ein klarer Schnitt verlangt. Blusen mit Trompetenärmel wurden ebenfalls gerne von den Frauen getragen.

In der Männermode ging es locker und lässig zu. Eine Kombination aus Pullover oder Pullunder mit Hemd prägte die Modewelt der Männer in den 60er Jahren. Außerdem wurde die Anzugshose zum Poloshirt getragen, dennoch war der Sakko immer noch sehr beliebt bei den Männern. Was bei den Damen aufgrund des Minirocks immer kürzer wurde, wurde bei den Männern länger. Lange Haare prägten das Männerbild der 60er Jahre.

Modedesigner und Stilikonen erobern die 60er

Auch noch heute weltweit bekannte große Modedesigner, wie Yves Saint Laurent und Paco Rabanne schafften in den 60ern ihren Durchbruch. Mary Quant, Pierre Cardin und Andre Courreges setzten ihre Trends in der Modewelt.

Stilikonen wie Uschi Obermaier, Twiggy und Jaqueline Kennedy waren für Teile der Bevölkerung große Vorbilder. Die Jugendkulturen wollten sich von der klassischen Bevölkerung klar unterscheiden. Hippies, Rocker, Mods und Beatfans sorgten teilweise für den einen oder anderen Skandal.

Es wird rockig und wild – Musik der 60er Jahre

Auch in der Musik tauchte plötzlich ein Beat auf, den man bisher nicht kannte. Auch hier gab es große Veränderungen, die Musik wurde härter, ungezogener und lauter. Die junge Generation zeigte große Begeisterung an dieser neuen Art der Musik.

Anfang der 60er Jahre zeigte man sich aber noch etwas zurückhaltender und die gut erzogene Jugend hörte Stars wie Peter Alexander, Freddy Quinn, Lale Anders und Heintje. Doch schon bald hat sich die Bevölkerung an der „heilen Welt“ satt gesehen. Rockmusik, vor allem aus England kommend, eroberte die deutsche Jugend. Der Erfolg der Beatles wurde zum absoluten Medienrummel. Jugendliche schwärmten für die Pilzköpfe.

Der Durchbruch für den Rock’n Roll

Zeitgleich zu den Beatles eroberten die Rolling Stones den Musikmarkt. Sie vermittelten der jungen Generation das Bad-Boy-Image getreu dem Motto „Sex, Drugs & Rockn Roll“. Sie provozierten mit ihrer harten Musik und sorgten bei Konzerten für Randale.

Im August 1969 fand das weltbekannte Woodstock-Festival statt, ein Zusammentreffen der internationalen Beat- und Rockszene. Hier trafen sich bekannte Stars der 60er Jahre wie Bob Dylan, James Brown und Jimi Hendrix.

Bildquelle: © B. Wylezich – Fotolia.com

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